Warum eine Verehrung des "Herzens"?

Das Herz ist die Synthese des gesamten Wesens, es repräsentiert sowohl den Körper als auch die Seele.œur ist das, was Liebe ausdrückt, und ist der Schlüssel zur Beziehung zu seinen Mitmenschen. Der cœur bedeutet auch das Wesentliche, das Zentrale. Daher seine vorrangige Bedeutung für das "Sein". Antoine de Saint-Exupéry erklärte dies in seinem Buch "Der kleine Prinz" in wenigen Worten:

"Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar".

Wenn das Herz in unseren menschlichen Beziehungen eine grundlegende Bedeutung hat, so gilt dies umso mehr für einen Gott, der Liebe ist. Im Evangelium sehen wir, dass die Erlösung, die durch Christus und die Heilige Jungfrau (Miterlöserin) bewirkt wurde, dem Herzen eine meisterhafte Bedeutung verleiht. Ein Schwert wird deine Seele durchdringen", prophezeite der Heilige Simeon der Heiligen Jungfrau, wobei die Seele hier das Herz meint. Bei der Einsetzung der Eucharistie beugt sich der Heilige Johannes über das Herz Jesu. Das Kreuzesopfer endet mit dem durchbohrten Herzen Christi.

 

Wenn sowohl Christus als auch die Heilige Jungfrau darum gebeten haben, dass man durch ihre "Herzen" zu ihnen betet, dann deshalb, weil sie wollen, dass man vor allem diese wesentliche Eigenschaft betrachtet: lLiebe dass sie für uns. Sie bitten uns also, uns ihnen zu nähern, indem wir zuerst ihre Liebe zu uns betrachten (ohne dabei natürlich die Realität der Passion zu vergessen). Diese Annäherung an Christus und die Heilige Jungfrau durch die Liebe ist alles andere als altmodisch oder mystisch, sondern im Gegenteil wunderschön und ein außergewöhnliches Geschenk von ihnen.

 

Erinnern wir uns daran, dass die ersten beiden Gebote keine "Verbote" sind. Sie sind zwei Gebote der Liebe. Das erste Gebot lautet: "Du sollst deinen Gott lieben mit all deiner Kraft, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Geist". Das zweite, das von Christus gebracht wurde, lautet: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". Die Hingabe an das Herz ist nichts anderes.

Die Päpste haben uns dies seit den Anfängen der Kirche gelehrt. Im Jahr 604 wird Papst Gregor der Große die folgenden wunderbaren Worte sprechen


"Lernt vom Herzen Gottes die Lehren Gottes, damit ihr euch nach den ewigen Dingen sehnt".