Warum ist es eine große Wohltätigkeitsorganisation?

Wir alle wissen, dass das zweite Gebot, das von Christus in das Evangelium gebracht und von ihm auf die gleiche Wichtigkeitsebene wie das erste Gebot gestellt wurde, das folgende ist: "du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". Heute spricht jeder über Solidarität, Hilfe für andere, NGOs etc. Es gibt also eine starke Medienpräsenz dieser Themen.

 

Aber was bedeutet es wirklich, seinen Nächsten zu lieben? Den Nächsten zu lieben bedeutet, sein Wohl in all seinen Formen zu wollen, und zwar in einer Hierarchie des gesunden Menschenverstandes: vom wichtigsten Gut für ihn bis zum unwichtigsten. Wäre es sinnvoll, eine Person von einer kleinen Wunde zu befreien und eine Blutung zu vernachlässigen, die dringend einen Druckpunkt benötigt? Natürlich nicht.

Der Mensch kann unter zwei Arten von Übeln leiden: einem materiellen und vorübergehenden (Armut, Krankheit, Leiden) und einem spirituellen durch den Verlust seiner Seele und der ewigen Hölle nach seinem Tod. Zwar ist Nächstenliebe in materieller Form wichtig, doch der größte Dienst, den man einer Person erweisen kann, besteht darin, ihr zu ermöglichen, in den Himmel zu kommen und die ewige Hölle zu vermeiden, eine Strafe, die selbst im Vergleich zu den schlimmsten Prüfungen auf der Erde entsetzlich ist. Es ist l'Werk absoluter Nächstenliebe als eine Person erfolgreich vor der Hölle zu bewahren. Und genau das ist der Sinn der kontemplativen religiösen Orden, die zwar keine direkten materiellen Auswirkungen auf die Menschen haben, da sie in Klausur leben, dafür aber Tausende von Menschen durch ihr Gebet und ihre Selbstlosigkeit vor der Hölle retten.

Die Verehrung der Herzen Jesu und Marias geht in die gleiche Richtung und ist eben die dazu bestimmt ist, die Seelen vor der Hölle zu retten. Das ist eines der ersten Anliegen der Heiligen Jungfrau. Sie ist dafür gekommen, hat es bei jeder Erscheinung erbeten und bittet uns dafür zu handeln. Erinnern wir uns daran, wie sie in La Salette weinte, als sie sagte "Die Menschen fallen in die Hölle wie die Blätter im Herbst"

 

In Fatima wird sie nicht aufhören, uns konkret zu erklären, wie wir handeln müssen, um Tausende von Seelen zu retten:

 

 

"Ihr habt die Hölle gesehen, in die die Seelen der armen Sünder gehen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Verehrung meines Unbefleckten Herzens etablieren. Wenn wir tun, was ich Ihnen sage, werden viele Seelen gerettet und wir werden Frieden haben".

Die Heilige Jungfrau, Pontevedra 10. Dezember 1925

 

 

"Opfere für die Sünder, die in die Hölle kommen und niemanden haben, der für sie betet".

Die Heilige Jungfrau, Pontevedra 10. Dezember 1925

Also für alle, die etwas für andere tun wollen, haben sie hier zur Verfügung das mächtigste Mittel, das durch die göttliche Barmherzigkeit gegeben ist. Nächstenliebe bedeutet nicht nur, einem Armen eine kleine Münze zu geben oder einen Scheck für eine Wohltätigkeitsorganisation auszustellen. Es bedeutet, einen Armen als Bruder und Kind Gottes zu lieben und ihm daher neben der notwendigen materiellen Hilfe auch und vor allem helfen zu wollen, in den Himmel zu kommen, damit er ewiges Glück und nicht nur eine vorübergehende Erleichterung erfährt. Erinnern wir uns daran, was Christus im Evangelium sagt:


"Was nützt es einem Menschen, die Welt zu gewinnen, wenn er dabei seine Seele verliert".


Wir könnten es so umschreiben: Was nützt es, einem Menschen für ein paar Tage zu helfen, wenn wir gleichzeitig zulassen, dass er seine Seele verliert. Materielle Nächstenliebe ist untrennbar mit spiritueller Nächstenliebe verbunden, vor allem in einer Zeit, in der so viele Menschen keinen Glauben mehr haben. Frankreich: Land der Mission!

Das Unbefleckte Herz Mariens ist das von Gott beschlossene Mittel, um die Seelen am mächtigsten und schnellsten zu retten. Es liegt an uns, zu handeln.